Immer wieder neu unsere Göttliche Ausrichtung aktualisieren

  – Im erweiterten Zusammenhang mit unserem Lebenszweck und essentiellen Absichten –

   von Roswitha Köhler

Roswitha wird am 17.12.2017 bei der HARMONISCHEN KONVERGENZ DER HERZEN „ZUVUYA RISING“
auch wieder mit einem Vortrag mitWIRken!

http://web.konvergenz-der-herzen.de/mit-wirkende-15-17-12-2017/

Göttliche Ausrichtung umfasst unendlich viele Ebenen unseres Seins. Primär meint sie unsere Hinwendung zu den höher schwingenden, spirituellen Dimensionen. Da diese aber potentiell auch in uns sind, sollten wir uns so oft wie möglich auf unsere eigene Essenz, die göttliche Liebe im Kern unseres Wesens, einstimmen und mit ihr das alltägliche Leben durchdringen. Göttliche Ausrichtung ist nichts Abgehobenes. Sie unterliegt aber wie alles Lebendige in der Schöpfung auch einem fortwährenden Wandel. Fragen wir uns daher immer wieder neu: Was ist das Wesentliche, das uns beflügelt und die „Räder treibt“, wie in Schillers „Ode an die FREUDE“ besungen? Fühlen wir, wie diese göttliche Quelle in unserem Herzen sprudelt, gleich ob stark oder zart?

Göttliche Ausrichtung betrifft außerdem unsere höchsten Ziele und Visionen, die ständig neu belebt und aktualisiert werden wollen. Wer ist nicht immer wieder auf der Suche nach seinem „eigentlichen“ Lebenszweck? Wer möchte nicht ein Leben führen, dass letztlich all seinem Tun einen tieferen und höheren Sinn verleiht? Im Trubel gehäufter realer Anforderungen des Alltags wird diese innere Sehnsucht leider oftmals verschüttet oder verblasst. Vielleicht werden wir vor lauter äußeren Pflichten ab und zu auch kraft- und mutlos, resignieren und merken nicht mehr, in welche innere Absonderung von unserer wahren Identität wir geraten sind. Bleiben wir deshalb von Zeit zu Zeit einfach mal stehen, lauschen in uns hinein und richten uns wieder auf. Vielleicht sogar jetzt in diesem Moment?

Sind wir jedoch trotz scheinbarer Hindernisse und Widerstände im Außen zutiefst von dem erfüllt, was uns elementar am Herzen liegt, werden wir uns immer wieder zu unserer Göttlichen Ausrichtung hingezogen fühlen. Letztlich ist sie das in uns eingravierte ewige Gesetz unserer Seele, das niemals verloren geht. Sollen wir doch, wie Hermann Hesse es in seinem berühmten „Stufen“-Gedicht beschreibt, „heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen. Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.“ Gestatten wir uns das und geben uns dem Großen und Weiten in uns bewusst hin, fragen aber zugleich: Können wir diese Verbindung auch bei einer vielleicht langweiligen Büroarbeit oder gar beim Putzen „aufrechterhalten“ und spüren? Bleiben wir innerhalb einer schwierigen Auseinandersetzung in der Präsenz unserer Höheren Führung und fühlen deren alles durchdringende Leucht- und Unterstützungskraft?

Manchmal werden wir auch an entscheidenden Schnittpunkten unseres Lebens im besonderen Maße an das erinnert, was uns essentiell wichtig und ein fundamentales Anliegen ist. So erging es mir im Vorfeld zu meinem 80. Geburtstag. Da war mir plötzlich klar, dass ich einerseits der von kollektiven Alters-Vorstellungen belasteten Zahl eine neue Programmierung geben und zugleich meine Lebensausrichtung neu justieren wollte. Deshalb schrieb ich meinen Freunden in der Einladung zu dem geplanten Fest: „Es ist spannend, dieses beinahe magische Lebensjahr zu erreichen, die Zahl der Unendlichkeit und der Kraft! Ich darf zurückblicken auf ein erfülltes und kreatives Leben und versuche auch jetzt, in jedem Moment neu präsent zu sein und mich auf eine weitere sinnvolle, geistig nach vorn strebende Lebensgestaltung auszurichten.“

Total erstaunt und freudig berührt war ich, als ich zu diesem inneren Entschluss zusätzlich durch die Maya-Botschaft dieses meines großen Tages bestätigt wurde, die sicher als Wegweiser auch für mein kommendes Jahr und gar das gesamte Jahrzehnt Gültigkeit haben würde: „Die Grenzen der zu Ende gehenden karmischen Welt können jetzt gesprengt werden. Du bist der Spieler in diesem Spiel und zugleich Ausdruck des Gespielten. Erkenne dein Licht jenseits des Mentalen und sieh dein eigentliches Selbst und den Weg in deine Höheren Geistigen Ebenen, um Mitschöpfer zu sein in Schönheit und Harmonie.“ Könnte diese Botschaft nicht für uns alle gelten? Für mich war sie eine wunderbare Gelegenheit, sie beim Feiern meines Geburtstages auch meinen Freunden erlebbar zu vermitteln.

So öffnete ich für all die sehr unterschiedlichen Menschen, die sich zumeist nicht kannten, gleich zu Beginn des Festes voll mein Herz und strahlte einfach Liebe, Freude und Dankbarkeit aus. Dadurch entstand ein geistiger Raum, in dem in Offenheit und Freiheit alle Anwesenden einfach glücklich sein und sich kreativ einbringen konnten. Es gab, wie allgemein bei solchen Gelegenheiten üblich, keine lange Tafel, an der sich schwarz gekleidete ältere Damen und Herren für Stunden mit konventionellen Gesprächen langweilen und mit endlosen Essensgängen vollstopfen. Sondern es entstand ein buntes Gemisch von Menschen allen Alters, die freudvoll miteinander kommunizierten, tanzten, sich an köstlichen, selbst zubereiteten Speisen ergötzten und grandiosem Klavier-, Geige- und Cellospiel und innigem Gesang hingebungsvoll lauschen konnten.

Aus dem Augenblick heraus bildete sich spontan Gemeinschaft, in der jede(r) Einzelne in seiner Einmaligkeit einen wunderschönen Mosaikstein für das Ganze darstellte und jeder  Moment von göttlichem Glanz erfüllt und überzogen war. Hellsichtige Menschen hätten vielleicht in den Zwischenräumen des festlich geschmückten Raumes Engel erblickt und meine verstorbenen Ahnen wahrgenommen, die auf unsichtbaren Sohlen erschienen waren, weil sie an meiner Freude und an dem teilhaben wollten, was in ihrem Leben auf diese freie Art noch nicht möglich gewesen war.

Einen Tag später fasste eine Freundin dieses Ereignis mit folgenden Sätzen zusammen: „In einem großen (Frei)-Raum hatten alle Anwenden Lust, offen und interessiert, ungezwungen und unverbindlich in aufrichtige Begegnung zu gehen. Vom Tanzen, Musizieren, Kunstwerke bewundern und sich davon inspirieren lassen, von der leichten Unterhaltung bis zum tiefgründigen Gespräch war alles möglich. Jeder konnte seiner Herzenslust nachgeben, dazu gab es geistige und kulinarische Nahrung vom Feinsten und in allen Facetten. Ein Fest, das man von dem Raum in Frankfurt am liebsten mit der ganzen Welt teilen wollte!“

Mit diesen letzten Worten hat Karin „den Nagel auf den Kopf getroffen“. Liegt mir doch genau diese Vision des friedlichen und freudvollen Miteinanders, auch für die Welt, total am Herzen. Vielleicht breitet sich ja die Idee allmählich aus und fasst Fuß, wenn wir sie im Kleinen immer wieder erproben und miteinander teilen, indem wir unser eigenes LICHT und das der anderen erkennen, uns immer wieder neu mit den Höheren Geistigen Ebenen verbinden und dabei die Höhere Liebe des Herzens verströmen. Dieses Anliegen dürfte als großes Ziel für uns alle gelten. Bleiben wir geistig „online“ und in höchster Ausrichtung, auch wenn wir einmal fallen und uns das Aufstehen vielleicht etwas schwer fällt!

Auch ich war einige Tage nach dem festlichen Ereignis unerwartet in eine Leere gefallen, in der meine spirituelle Verbundenheit verloren gegangen zu sein schien und alle Göttliche Ausrichtung wie verschwunden war. In einer Nacht, in der ich aus unerklärlichen Gründen nicht schlafen konnte, stand ich sogar in Versuchung, mich durch Fernsehen in ein Ablenkungsmanöver zu stürzen, widerstand aber rechtzeitig und griff schlafwandlerisch nach dem „LICHTFOKUS“ (58. 2017), den ich schon seit Längerem lesen wollte. Genau diese Artikel, auch wenn ich einige nur überflog, verschafften mir die Nahrung, die mich wieder ins Lot brachte. Am nächsten Morgen begriff ich, dass mein vorübergehendes „Tief“ einen Sinn gehabt hatte, wurde doch meine „Anbindung nach oben“, das heißt meine Göttliche Ausrichtung im Zusammenfädeln essentieller Erkenntnisse aus dem Gelesenen in einen neuen, größeren Zusammenhang gebracht und dadurch lebendig erlebbar.

In diesem berührte mich besonders, dass Göttliche Ausrichtung nicht nur mit einem erweiterten und vertieften BEWUSSTSEIN zu tun hat, sondern auch mitbestimmt wird durch unsere Absichten, die hinter all unserem Denken und Tun stecken. „Diese wirken letztlich wie ein SIGNAL, das von uns ausgesendet wird und wie ein Echo vervielfacht auf uns zurückwirkt.“ Grundsätzlich werden zwei Arten von Absichten unterschieden mit jeweils anderer Auswirkung. Diejenigen, die dem Wohle des Ganzen dienen und „in Übereinstimmung mit dem Universalen Willen sind, werden von diesem vervielfacht und verstärkt und dadurch zu einem großartigen Ergebnis führen. Im Gegensatz dazu wird eine Absicht, die nicht in Übereinstimmung mit dem Universalen Willen ausgeführt wird, gedämpft, abgeschwächt und ein sehr mageres Ergebnis hervorbringen.“

Am Anfang all unserer „Schöpfungen“ und dessen, was wir in uns und in der Welt verändern möchten, steht also unsere Absicht. Das innere „Bekunden unserer Absicht ist wie das Setzen einer Nadel auf der Landkarte“. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir „auf Kurs bleiben“, in der Anbindung an die Höheren Dimensionen und unsere Absicht vorsichtig wählen, indem wir in Liebe zentriert sind und fortwährend versuchen, herauszufinden, was unser Herz und unsere Seele wirklich und wahrhaft wollen. Dabei sollten wir uns mit all unserem Denken und Fühlen unserer Schöpfernatur und damit unserer Eigenverantwortung voll bewusst sein und erkennen, dass wir Einfluss auf unsere Realität haben und alles, was wir erfahren und sind, letztlich selbst kreieren, gleich ob positiv oder negativ.

Bewegen wir uns also achtsam und mit konstruktiven und geordneten Gedanken und Handlungen auf ein gewünschtes Ziel zu. Sind wir bei allem auf den Göttlichen Willen in uns ausgerichtet, erhöht, beziehungsweise verdichtet sich unser Bewusstsein. Das hat gravierende Konsequenzen. „Die Lücke zwischen Ursache und Wirkung verringert sich“, das heißt, dass „sich die Zeit zwischen dem erschaffenden Gedanken“, beziehungsweise „unserer Absicht und dem Resultat, verkürzt und das Eintreten gewünschter Ergebnisse beschleunigt“.

Oder es geschieht etwas völlig anderes. Aus dunkler Wolke, aus bangen Gedanken, bricht in kontrapunktischer Kraft ein gleißendes LICHT hervor. Und in unserem Herzen ertönen völlig absichtslos die Bilder des alten Weihnachtsliedes: „Mach(t) hoch die Tür, die Tor´… weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Unsere Seele singt und wir hören die Stimme unseres HOHEN SELBST. Dabei wird in heiligen Transformationsschritten unser Ego transzendiert und zum Diener der Seele erhoben. Das bedeutet wahre SELBST-Verwirklichung, innerhalb derer wir erkennen, wer wir in unserer Vielfalt wahrhaft sind. Wir lassen vergangene, emotional-mentale Schmerzmuster und unsere alten Opferrollen hinter uns und schlagen den großen Bogen zwischen unserer gereiften Individualität und dem uns liebenden Universum.

Die Zeit dafür ist reif und auch wir. Unsere Göttliche Ausrichtung, die sich mit Sicherheit durch konsequente spirituelle Praxis verstärkt, wird uns den Bewusstseinssprung vollziehen lassen, nach dem sich unsere Seelen seit Äonen gesehnt haben. Indem wir uns „ohne Unterlass“ im inneren Gebet auf das Höhere in uns ausrichten, werden wir fortwährend „neu geboren“ und wie Jesus mahnte, „vollkommener“. Dabei gewinnen wir zunehmend an Strahlkraft und dürfen erfahren, was Albert Schweitzer in seinem Gedicht „Ob siebzig oder siebzehn“, und ich erweitere „Ob achtzig oder achtzehn“, uns plastisch vor Augen führt:

„Im Herzen eines jeden Menschen

wohnt die Sehnsucht nach dem Wunderbaren,

das erhebende Staunen beim Anblick der ewigen Sterne

und der ewigen Gedanken und Dinge,

das furchtlose Wagnis,

die unersättliche kindliche Spannung,

was der nächste Tag bringen werde,

die ausgelassene Freude und Lebenslust.

 

Du bist so jung wie deine Zuversicht,

so alt wie deine Zweifel,

so jung wie dein Selbstvertrauen,

so alt wie deine Furcht,

so jung wie deine Hoffnungen…

 

Solange die Botschaften der Schönheit,

Freude, Kühnheit, Größe, Macht

von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen

dein Herz erreichen, solange bist du jung.“

 

Solange sind wir in unserem Herzen lebendig und kreativ, lassen unser LICHT leuchten und schenken dem Leben unsere einmaligen Gaben, selbst wenn es zwischenzeitlich einmal Phasen von Leere und Irritationen gibt. Aber auch diese führen uns an neue Ufer unserer selbst und zu neuen Erkenntnissen. Das ist das großartige Geschenk permanenter Göttlicher Ausrichtung, substantieller und weiter zu werden, so wie Rainer Maria Rilke von sich sagte: „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“… aber „ich weiß noch nicht“, „bin ich ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang“. Sind wir vielleicht alles in einem?

Bekennen wir uns zu unserem ständigen Wachsen und Neu-Werden und seien uns bewusst, dass wir wie auch das Universum, gleichfalls aus hoch intelligenten Feldern bestehen, zum Beispiel die unseres Herzens und Gehirns! Gleichzeitig reagieren all unsere Zellen auf jeden unserer Gedanken und Gefühle, sodass wir dadurch zum Mitschöpfer unserer selbst und auch der Welt werden. Auf diese Weise tragen wir hohe Mitverantwortung, denn du und ich sind imstande, den grauen Dunst unserer gegenwärtigen Weltsituation mit ihren illusionären Programmen zu durchbrechen und, wie durch Forschungsergebnisse nach gezielten Gruppen-Meditationen bewiesen, aus einem gemeinsamen Kraftfeld heraus auch Gewalttendenzen zu reduzieren. Der Goldene Schlüssel dafür liegt in diesem geeinten Feld.

Wenn uns dieser größeren Zusammenhänge bewusst werden, dienen wir nicht nur uns selbst und unseren Mitmenschen, sondern auch der Welt. Fühlen wir ganz tief, was uns als göttliche Wesen in Liebe, Hingabe und einem erweiterten Bewusstsein möglich ist! Auf diese Weise vollzieht sich Göttliche Ausrichtung inmitten unserer irdischen Realität, wodurch diese auf ein höheres Niveau gehoben und auf subtile Weise mit göttlicher Energie angereichert wird. In diesem Wechselprozess findet etwas Großartiges statt: In dem Maße, wie wir uns dem Höheren zuwenden, kommt es uns entgegen. Das dürfte uns nicht nur zu weiterer Entfaltung anspornen, sondern auch unsere Göttliche Ausrichtung immer wieder neu aktualisieren, im Sinne von Hermann Hesse: „Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.“

 

 

Kontakt

Mail:       Roswitha.Koehler_Ffm@yahoo.de

Tel.:         069-5400866

Bücher:

Erwachen in die Kraft der Seele“, Via Nova

Endlich in der eigenen Kraft“, TAO.de

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