Ein grandioser Artikel von Roswitha Köhler, der den Möglichkeits-Raum, den die aktuelle Zeit-Qualität, das Jahr des Kristall-klaren SAMEN :: KAN :: mit der Kraft des Erblühens (26.7.2017 – 24.7.2018) derart treffend in seiner Essenz und Potenzialität beschreibt, dass ich ihn hier einfach mit Euch teilen musste!

Roswitha wird am 17.12.2017 bei der HARMONISCHEN KONVERGENZ DER HERZEN „ZUVUYA RISING“ auch mit einem Vortrag mitWIRken!
http://web.konvergenz-der-herzen.de/mit-wirkende-15-17-12-2017/

In Lak e’ch
CanamayTe

Durch erhöhte Kreativität zu einem Neuen Menschen

– Im Aktivieren unserer verborgenen Potentialität auf allen Ebenen –

von Roswitha Köhler, Frankfurt

Wie auch immer sich unser Leben gestaltet, sind wir mit uns selbst zufrieden? Oder fühlen wir, wie unter der Oberfläche unseres bewussten Seins verborge Potentialität rumort, die aufgedeckt werden möchte? Sehen wir gar in visionären Momenten, wie wir über einen Regenbogen schreiten und unser „alter Adam“ mit seinen limitierten Denk- und belasteten Gefühlsmustern sich in einen neuen, göttlichen Menschen verwandelt? Ahnen wir, was unsere höchstmögliche Form sein könnte, nach der wir Sehnsucht haben? Wie wäre es, wir würden, anstatt uns mit unseren „Schatten“ und Mankos abzuplagen, unsere inneren Schätze und Stärken erkunden und uns öffnen in ein völlig neues Denken und Fühlen? Der Neue Mensch ist keine illusionäre Fantasiegestalt, sondern potentiell schon in uns vorhanden. Jetzt, mit unserem heutigen, sich erweiternden Bewusstsein, sind wir in der Lage, ihn Schritt für Schritt hervortreten zu lassen und in all seinen Facetten wahrzunehmen – wenn wir uns dabei gleichzeitig für das grenzenlose Reich unserer Kreativität öffnen.

 

Alles Lebendige in der Schöpfung ist von Kreativität durchzogen. Kreativität ist der Motor für ein erfülltes Leben. Und jeder Mensch ist von seinem Ursprung her kreativ, selbst wenn das im Erwachsenenalter oftmals zurückgedrängt wird. Kreativität ist nicht das alleinige Privileg von Künstlern, sondern in uns allen angelegt als die Kraft für konstruktive Veränderungen und freudvolles Neuentdecken. In besonderem Maße hat Kreativität mit Spontaneität, Neugier und Fantasie zu tun und entspringt einem wachen Geist und offenen Herzen, so wie diese unbefangenen, hellwachen Kindern zu eigen sind. War nicht „Der Kleine Prinz“ ein solches Musterbeispiel an Kreativität? Er stellte den Menschen nicht nur viele Fragen, auf die er leider kaum Antworten bekam, sondern stellte überhaupt Konventionalität und alle Gewohnheitsmuster in Frage. Er schloss ungewöhnliche Freundschaften, zum Beispiel  mit einem Fuchs und einer Blume und lebte einfach wie ein großes Herz mit „Leib und Seele“.

 

Natürlich sind wir nicht der Kleine Prinz und bewohnen auch nicht einen winzigen Planeten, sondern einen immens großen, der mittlerweile von nicht mehr zählbaren äußeren Problemen belastet ist. Dabei ist auch Kreativität in den letzten Jahrzehnten zunehmend in den Hintergrund geraten. In unserem logisch-intellektuell und technisch ausgerichteten Bildungssystem hat rationales Denken Priorität. Wissenschaftliche Beweisbarkeit und materieller Fortschritt stehen an oberster Stelle. Das hat uns zwar großen äußeren Wohlstand beschert, aber die Natur immer mehr zerstört und unseren Planeten an den Rand des Kollapses gebracht.

 

In all den politisch-ökonomischen Schwierigkeiten werden viele Menschen zudem nicht mehr mit ihren inneren Problemen fertig, geraten in Verzweiflung oder werden apathisch. Sie lassen sich von den Medien manipulieren und werden von starren Normen und Richtlinien unter Druck gesetzt. Wen wundert es, wenn bei diesem Stress viele Burnouts entstehen – nicht nur durch zu viel Arbeit und äußere Verpflichtungen, sondern vor allem durch Sinn-Leere und unbewusste, nicht erfüllte Sehnsüchte. Geht bei all dem nicht jegliche Kreativität flöten und das Herz leer aus?

 

Der Verlust an Kreativität steht in unserer abendländischen Kultur in engem Zusammenhang mit dem von Descartes geprägten Satz: „Ich denke, also bin ich.“ Aber sind wir denn nur Mensch, wenn wir denken und die Welt allein mit dem Kopf steuern? Intellekt in Ehren! Könnte aber der berühmte Satz von Descartes nicht ergänzt und erweitert werden in: „Ich liebe und ich fühle, also bin ich. Mit all meinen Sinnen bin ich lebendig und gestalte mein Leben mit voller Kreativität. Ich habe Freude an mir selbst, an meinen inneren Entwicklungen und meinem Neuwerden. Ich bin in der Lage, komplexe Denkvorgänge zu meistern, kann aber auch voller Spieltrieb sein wie ein Kind. Deshalb bin ich.“

 

Kommen nicht auch uns ab und zu „verrückte“ Ideen, oftmals an ungewöhnlichen Orten, unter der Dusche, beim Kochen oder Wandern? Wer hat nicht von Zeit zu Zeit einen „glänzenden Einfall“, sogar in der Nacht oder beim Aufwachen? Nehmen wir diese vielleicht außergewöhnlichen Impulse ernst oder tun wir sie gleich wieder als unnütz ab? Getrauen wir uns, zu ihnen zu stehen und gönnen uns auch tagsüber entspannte Momente, in denen etwas Unbewusstes in uns hochsteigen und wach werden kann? Oder deckeln wir unsere kreativen Ideen durch ständiges Spielen auf unserem Smartphon fortwährend zu und entfremden uns dabei von uns selbst?

 

Von offiziellen Stellen wird mittlerweile der Wert von Kreativität wieder erkannt, wie zum Beispiel bei einer Wiener Bildungskonferenz im Sommer 2017 formuliert: „Linear denken reicht nicht mehr, jetzt ist Kreativität gefragt“, um für die vielschichtigen Probleme der Welt neue, konstruktive Lösungen finden zu können. Damit Problemlösungen aber nicht länger „Flickwerk“ sind, braucht es vor allem Menschen, die sich neben guter Fachkompetenz von ihren zerstörerischen Ego-Mustern befreien, von der kreativen Energie ihrer Seele beflügeln und von der Liebe ihres Herzens erfüllen lassen und im Überschreiten eingefahrener Denkmuster sich außerdem für ein völlig neues, erweitertes Bewusstsein öffnen.

 

Das ermöglicht authentische Kreativität als Schöpferkraft, bei der die psychisch-geistigen Ebenen durch die seelisch-spirituellen gespeist werden. Dadurch entsteht Höhere Kreativität, die über das „normal“ Menschliche hinausgeht und es gleichzeitig bereichert. Sie beinhaltet ein außergewöhnliches Potential an unerschöpflichem, leidenschaftlichem Engagement und Mitgefühl, das tief in uns verborgen darauf wartet, in die Welt hinein wirken zu können. Inzwischen sprechen Physiker vom „Schöpferischen Universum“, Philosophen vom „Selbstschöpferischen Bewusstsein“ und Gehirnforscher und Psychologen von der „Kreativen Intelligenz. Diese wohnt von ihrem Ursprung her jedem Menschen inne und besteht aus physisch-emotionalen und intuitiv-transpersonalen Potentialen.

 

  1. A. Prototyp für allumfassende Kreativität war das Universal-Genie LEONARDO DA VINCI, sicher schon damals ein Neuer Mensch – nicht nur durch seine überdurchschnittlichen Begabungen, sondern durch die Art, wie er seine Talente und sich selbst fortwährend nährte und weiterentwickelte. Alle Ideen, die ihm täglich kamen, notierte und zeichnete er in Tagebücher. Durch seine grenzenlose Neugier wurde sein Geist letztlich aus den Höheren-Geistigen Ebenen inspiriert. Auf diese Weise war es ihm möglich, vor seinem inneren Auge sogar technische Objekte aus der Zukunft detailliert wahrzunehmen.

 

Der Autor und Erforscher von Kreativität, Michael Gelb, trug in dem großartigen Buch „Das Leonardo Prinzip“ die sieben faszinierenden Erkenntnisse von Leonardo da Vinci zusammen, Mit denen können auch wir heute lernen, die eigene Kreativität zur Blüte zu bringen. Dazu  gehören unter anderem: Unstillbare Neugier, ständiges Streben nach Wissen und der Wunsch, ewig zu lernen und zu wachsen, wobei der Verstand sich von einengenden Gewohnheiten und vorgefassten Meinungen befreit und im Gleichgewicht zwischen Körper und Geist wahre Schönheit und Anmut kultiviert werden. Wenn wir außerdem anerkennen, dass wir auf energetischer Ebene letztlich mit allem verbunden sind, dürften sich unsere Träume und Ideale im Alltag durch entstehende Resonanzen effektiver verwirklichen lassen. Es gibt also keine Entschuldigung mehr, dass wir durch einseitige Erziehung von unserer ursprünglichen Kreativität abgetrennt worden sind. Wir können jederzeit das aktivieren, was scheinbar verloren gegangen ist und unsere Kreativität wieder lebendig werden lassen.

 

  1. B. Gewiss, als „normaler“ Mensch sind wir nicht das große Genie. Wir tragen aber dennoch Genialität in uns. Dies beschreibt auf einfühlsame Weise Karl Gamper in seinem Büchlein „Ich bin genial“. Unser Genius ist unser Geburtsrecht und somit der schöpferische Aspekt unseres Bewusstseins. Mit ihm sind wir in der Lage, zum Schöpfer unseres Lebens zu werden und zudem unseren Seelenplan zu erfüllen. Das haben wir bisher kaum gelernt. Wären wir aber, auch wenn es ungewöhnlich klingen mag, jetzt dazu bereit, unseren Genius in unsrem Herzen erwachen zu lassen?

 

Spüren wir, wie unser Genius jenseits aller bisherigen Ego-Spiele und veralteten Vorstellungen tatsächlich in uns existiert? Er möchte uns Wunder zeigen und sich in unserer ursprünglichen Potentialität und Kreativität offenbaren – gebündelt in den Visionen von unserer Höheren Bestimmung und der höchstmöglichen Version unserer selbst. Vielleicht blinzelt er uns in diesem Moment sogar mit den Augen unseres Inneren, Göttlichen Kindes an und spiegelt uns unsere wahre „Größe“. Öffnen wir alle Poren, damit wir dieses Wunder in uns wahrnehmen können!

 

  1. Gleichzeitig lässt sich die Möglichkeit unserer kreativen Entfaltung noch von einem ganz anderen Blickwinkel aus betrachten: von den verborgenen Potentialen unseres Gehirns. Bis vor Kurzen wurde von Wissenschaftlern betont, dass wir Menschen ca. nur fünf Prozent unserer Kapazität erschlossen haben und die anderen 95 Prozent brach liegen. Betreffen diese letztlich all unsere verborgenen „Schätze“, die ans Licht drängen? Somit wäre das sogenannte Neue nicht wirklich neu, vielmehr das „seit alters her“ in uns angelegte Potentielle, das zur Entfaltung kommen und aktiviert werden möchte.

 

Über den Neuen Menschen wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln schon in den vergangenen Jahrhunderten philosophiert. In unserer Zeit haben viele der spirituellen Weltlehrer, wie zum Beispiel Ken Wilber oder Graig Hamilton, umfangreiche Trainings-Programme für die Ausbildung des sogenannten „Superhuman“ entwickelt. Mittlerweile gibt es unzählige Tools und miteinander verbundene Erkenntnisse aus der Gehirnforschung und schamanisch-spirituellen Techniken, durch die sich unsere Potentialität entfalten kann und wir uns in Richtung Neuer Mensch zu entwickeln vermögen. All diese mental-psychischen Prozesse müssen heute allerdings nicht mehr einen mühsamen Weg bedeuten, sondern können sich auch auf spielerische Weise effektiv und umfassend gestalten und sogar wesentlich beschleunigter als in vergangenen Zeiten. Wir brauchen auch nicht jahrelang meditiert und Schatten-Arbeit absolviert zu haben. Vielmehr sollten wir im Alltag nach allen Seiten hin wahrnehmungsfähiger, achtsamer und liebevoll offener werden.

 

  1. Jean Houston spricht in diesem Kontext in ihrem gleichnamigen Buch vom Entstehen des „Möglichen Menschen“, der sich in seine höhere, bestmögliche Form entwickelt. Dieser werden wir jedoch nicht allein durch Übungen und Trainings, sondern vor allem durch einen neuen, bewussten und kreativen Umgang mit uns selbst. Das bedeutet totale Präsenz in der Gegenwart, in der wir in Selbstverantwortung zum Beobachter und Gestalter unserer Gedanken und Gefühle werden, alte Konditionierungen hinter uns lassen und aus der Gefangenschaft unserer Ego-Zentrierung erwachen. Dadurch erfahren wir als unser Wahres SELBST die erweiterte Liebe unseres Herzens und den Kontakt zu den Höheren Dimensionen.

Das alles geschieht innerhalb der kreativen Entfaltung unserer Gehirnkapazität: durch Stärkung unsere Imaginations-Kraft, dem Denken in Bildern und der Erweiterung und Differenzierung unseres Bewusstseins. Wenn wir dabei unsere Multidimensionalität erfahren, wird uns bewusst werden, dass wir nicht nur irdische, sondern auch nonlokale, von Licht und Göttlichkeit erfüllte Wesen sind. Diese uns innewohnende Komplexität zu entfalten und alle Ebenen miteinander in Einklang zu bringen, dürfte in letzter Konsequenz auch zu dem sogenannten Neuen gehören, zu dem wir uns hin entwickeln.

 

Natürlich sollte bei all diesen geistig-psychischen Prozessen auch unser physischer Körper  mit einbezogen werden. Neben sportlichen Trainings und Schönheitsprogrammen ist vor allem ein fein entwickeltes, mit Liebe verbundenes Körperbewusstsein wichtig. Nur dadurch können wir zum Dirigenten unserer Gesundheit werden und im erweiterten Sinne unser physischer Körper zum „Tempel der Seele“.

 

Fragen wir uns: Wie wach nehmen wir unseren Körper bei allem, was wir tun, parallel wahr? Spüren wir auch am Computer unseren Atem und korrigieren beim Sitzen immer wieder unsere Körperhaltung? Mit welchen Gedanken gehen wir durch die Räume unserer Wohnung? Achten wir in der Stadt bei allem äußeren Trubel auf  unseren Gang und gute Koordination unserer Bewegungen? Oder laufen wir gebeugten Hauptes wie ein „Kopffüßler“ ständig vor uns selbst davon?

 

Zu all diesem kommt ein wichtiges, großartiges Element hinzu: Die unseren physischen Körper innewohnenden und ihn umgebenden feinstofflichen Energien bilden ein Feld, das als der kinästhetische Körper bezeichnet wird. Dieser reagiert in besonderem Maße auf unsere Gedanken, Gefühle und Imaginationen. Kaum zu glauben! Deshalb haben alle Körperübungen, die in der Vorstellung gemacht werden, den gleichen Effekt wie real ausgeführte. Viele Sportler nutzen diese Fähigkeit oder Menschen, die vorübergehend durch Krankheit physisch eingeschränkt sind. Auch Menschen, die ein Körperteil verloren und Phantomschmerzen haben, erfahren dieses Zusammenspiel zwischen Körper, Imagination und Gehirn. Möglicherweise können wir auf diese Weise unseren idealen Körper formen.

 

Magst du dich in dieses Mysterium einmal hineinbegeben? Hebe imaginär deinen rechten Arm und senke ihn wieder und dann deinen linken Arm. Alle Übungen, durch die dein Körper gelenkiger und kräftiger wird, kannst du auf diese Weise ausführen.

 

Und könnten wir uns vorstellen, dass sich auch unsere Kreativität trainieren lässt? Wären wir zum Beispiel bereit, uns von den Dingen, die uns umgeben, faszinieren zu lassen, indem wir unsere fünf Sinne verstärkt öffneten, schärften und sensibilisierten und alles mit „anderen“ Augen und Ohren wahrnähmen? Würden wir vielleicht in scheinbar Banalem auf einmal Wunder und Schönheit entdecken und erstaunt sein, was sich hinter allem Sichtbaren verbirgt? Tatsächlich dürfte bewusster Umgang mit unseren Sinnen unser Leben beträchtlich bereichern und uns eine neue Sinnhaftigkeit verleihen, wobei sich gleichzeitig neue Neuronen in unserem Gehirn bildeten. Würde das nicht Sinn machen?

 

Lässt du dich von deinen fünf Sinnen ab und zu in Bann ziehen? Hörst du mitten im Straßenlärm die Flötentöne einer Amsel? Kannst du trotz Geschwindigkeit auf der Autobahn am Horizont den Sonnenuntergang sehen? Welchen Geschmack hat dein belegtes Brötchen? Welche Gerüche empfangen dich in Zügen? Wie fühlt sich die Haut deines Kindes an und wie das Fell deiner Katze oder deines Hundes?

 

Die wichtigste Schaltzentrale in unserem physischen System ist nach wie vor unser Gehirn mit all seinen Zentren und Nervenzellen. Bis vor nicht allzu langer Zeit glaubte man aber, dass seine Funktionstüchtigkeit im Laufe der Jahre nachlässt. Heute wissen wir, dass wir bis ins hohe Alter lernfähig sind und unser Gedächtnis trainierbar ist – dies allerdings nicht nur durch das Aufnehmen neuer Wissensinhalte oder Lösen von Kreuzworträtseln. Der Gehirnforscher Gerald Hüther beschreibt, wie unser Gehirn auch komplexer und vernetzter wird, indem wir Grundhaltungen wie Umsicht, Wahrhaftigkeit, Verlässlichkeit, Aufrichtigkeit und Sinnhaftigkeit kultivieren. Außerdem kann alle Denkfähigkeit mit kreativen Imaginationen und ungewöhnlichen Vorstellungen erhöht werden. All dies öffnet uns neue, erweiterte Räume unserer Fähigkeiten, die wir möglicherweise bisher wenig genutzt haben.

 

Wie wäre es, wir würden jeden Tag einmal ein paar „verrückte“ Gedanken denken und sie uns klar vorstellen? Oder wir würden, so absurd das klingen mag, mit unseren beiden Gehirnhälften spielen, innerlich rechts farbige Bilder sehen und links Zahlen oder geometrische Formen. Und wie steht‘s mit mehrspurigem Denken, durch die sich verschiedene Denkvorgänge koordinieren? Wir können auch, wie zu den Zellen unseres Körpers mit unserem Gehirn sprechen. Magst du vielleicht mit ihm in einen Dialog treten und es zu deinem Verbündeten machen? Probiere es einfach!

 

  1. E. Durch all diese vielfältigen neuen Entfaltungen unserer verborgenen Potentialität werden wir als Möglicher Mensch wie auf einer heiligen Reise zum Neuen Mensch. Innerhalb unserer fortschreitenden spirituellen Entwicklung bekommen wir verstärkt Kontakt zu den Höher-Geistigen Dimensionen und beginnen über „Gespräche mit Gott“ hinaus mit dem Universum zu kooperieren. Auf diese Weise dehnen wir unser Bewusstsein in das „grenzenlose Feld aller Möglichkeiten“ aus und werden uns unserer Göttlichkeit gewahr. Das wird als die Geburt des „Universalen Menschen“ bezeichnet, der seine „Kosmische Kreativität“ entdeckt und dabei seinen feinstofflichen „Lichtkörper“ entwickelt. Mit dieser geistig-seelischen Erweiterung und zunehmender Liebe zu uns selbst und der Welt treten wir auf uns gemäße Weise außerdem in den Dienst der Evolution der Menschheit und des Kosmos.

 

Der Neue Mensch stellt sein Licht nicht „untern Scheffel“, sondern leuchtet. Er lässt sich nicht vom Lärm der Welt betören, sondern fühlt sich in der Stille seines Herzens geborgen. Auch folgt er keinem äußeren Diktat, sondern ist vom Wunder seines Seins erfüllt. Er muss nicht die Pauke schlagen oder Trompete blasen, um von anderen gesehen und gehört zu werden, sondern kann der weisen Stimme seiner Seele vertrauen. Und wenn bestimmte Anpassungen an äußere Normen gefordert werden, bleibt er dennoch souverän.

 

In diesen großartigen geistig-irdischen Prozessen werden wir im Sinne Jesu alle „von Neuem geboren“ und erfahren, was es heißt: „Ich in euch und ihr in mir“. Von dem Moment an fühlen wir uns nie mehr allein, sondern sind tief im Vertrauen und von großer DANKBARKEIT erfüllt für alles, was wir sind und fortwährend neu werden. Dabei entsteht in uns grenzenlose FREUDE, die uns als hohe Schwingungsfrequenzen aus allen „Niederungen“ zu heben vermag. „Freude, schöner Götterfunken“ – lassen wir dieses Lied nicht nur in unseren Herzen erklingen, sondern tragen mit ihm das LICHT, das wir wahrhaft sind, in unser Umfeld, damit sich endlich Schillers Vision erfüllen möge: „Und alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.“ Eine wahrhaft weltenumspannende Vision!

Sind wir bereit, dieses sogenannte „Neue Lied“ zu lernen? Wissen wir doch, dass wir ein von Gott „nach seinem Bildnis“ erschaffener Mensch und ein kostbares Gefäß Seines und unseres Hohen Willens sind und damit ausgestattet mit Höheren Fähigkeiten, so wie Jesus sagte: „Ihr werdet noch Größeres vollbringen als ich.“ Allerdings können wir zu diesem Neuen Menschen nur werden und dadurch die ersehnte Neue Welt im Außen erschaffen, wenn wir neben allen Bemühungen das Höhere in uns integrieren und wirksam werden lassen. Bei diesen essentiellen Gedanken ertönen wie in einem fern-nahen Echo des Himmels einige Strophen des Liedes, die wenn wir sie verinnerlichen, uns und unser Leben anheben werden:

  • Wechsle deine eingespielte Perspektive und betrachte dein Leben aus der Höhe eines Adlers! Kannst du sehen, was für ein großartige/r Held/in deines Lebens du warst und bist? Wie wunderbar hast du alle Prüfungen bestanden und alle Klippen überwunden. Und wenn du einmal gefallen bist, hast du dich wieder erhoben.

 

  • Sieh dich blank und bloß und frei jenseits aller Muster, die man dir aufoktroyiert hat, schau allen falschen Prägungen und Konditionierungen ins Gesicht und auch deinen scheinbaren Schmerzen. Dann sieh tief in dir ein strahlendes LICHT voll LIEBE und SCHÖNHEIT. Diese bist du: wahrhaft und schon jetzt.

 

  • Tanze mit deiner Seele in der Präsenz des höchsten Gottes und erschaffe eine völlig neue Welt in dir, wie in einer globalen Hochzeit und in Partnerschaft mit SPIRIT, in der dein SELBST mit der Kraft der Grenzenlosigkeit angereichert wird“ und du auf diese Weise die „Reise des Helden“ aufs Neue beginnst, diesmal tief in deinem Inneren.

 

  • Schreibe, wenn du magst, eine völlig neue Geschichte von deinem Leben und erfinde dich neu! Sieh dich in der vollkommenen Form, nach der du Sehnsucht hast und die bereits unter der Oberfläche der äußeren Erscheinung vorhanden, aber auch modellierbar ist und lade dein HOHES SELBST ins Zentrum deines Herzens ein.

 

  • Lass deinen Forschergeist wie eine Blüte aufspringen und denke, vielleicht nachdem du noch einige emotionale Ungereimtheiten befriedet hast, in neuen Möglichkeiten. Visualisiere und erträume sie, atme die neue Energie, die dich, wenn du dich für sie öffnest, jenseits aller alten toxischen Gedanken jetzt zu durchdringen beginnt.

 

  • Spüre bei allem die Unterstützung des Universums, das sich in dem Maße dir zuneigt, wie du dich für es öffnest. Und dehne dabei deinen Mind, dein Herz, dein Unterbewusstsein und deinen Geist in die Unendlichkeit göttlicher Gegenwart aus, die ebenfalls in dir ist und aus der heraus deine Neuformung geschieht.

 

  • Fühle, wie das Universum ein unendlich kreativer Organismus ist, der zugleich seine kosmische Kreativität in dir spiegelt und in deinem Körper-Seele-Geist-Gefüge zu decodieren imstande ist. Du bist von deinem Ursprung her LIEBE, WEISHEIT, MITGEFÜHL und als Kosmischer Mensch letztlich schon eine „neue Kreatur“.

 

Wenn wir uns ab jetzt all diesem bisher für uns vielleicht Ungewöhnlichen wirklich hingeben und das LICHT, das aus den göttlichen Weiten alle Fasern unseres Seins durchdringen möchte, uns permanent bewusst machen, dürften wir die Erneuerung erleben, nach der wir seit Langem Ausschau gehalten haben und die genau jetzt angesagt ist. Damit tragen wir gleichzeitig eine immense Verantwortung, denn: Wir sind die, auf die Gott gewartet hat, um durch unsere eigene Entwicklung der Welt neue Impulse zu geben.“ Seien wir in all dem gesegnet und segnen uns selbst und die Welt!

 

Mail: Roswitha.Koehler_Ffm@yahoo.de      Tel.: 069-5400866       Web: Wandel-erleben.de

Bücher: „Erwachen in die Kraft der Seele“, Via Nova + „Endlich in der eigenen Kraft“, TAO.de